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Spielformen golf

Bestball – Aggregat
Vierer, bei dem je ein Punkt für den Bestball und für das bessere Aggregat, d.h. die Summe der Schläge beider Partner, verteilt wird.

Bestball – Schlechtsball
Vierer, bei dem je ein Punkt für den Bestball und das bessere der beiden schlechteren Ergebnisse verteilt wird.

Bids
Parallel zu einem anderen Spiel ist in Großbritannien das zusätzliche Spiel um Bids üblich. Danach wird je eine Einheit fällig für: Birdies (oder besser), Sandies (aus dem Bunker mit einem weiteren Schlag ins Loch, soweit par oder besser abgespielt wird), Greenies oder Ouslems (für denjenigen, der auf einem Par-3- Loch am nächsten zur Fahne auf dem Grün liegt, soweit par oder besser abgespielt wird; gelingt dies keinem Spieler, wird die Einheit auf dem nächsten Dreierloch zusätzlich ausgespielt, sog. Carry-over) und Ferrets (für von außerhalb des Grüns eingelochte Bälle, soweit par oder besser gespielt wird). Auf einem Loch ist eine Kumulation von Bids, z. B. von Birdies und Sandys, möglich. Bei einem Vierball zählen die Bids beider Partner.

Bingo Bango Bungo
Diese Spielvariante wird gelegentlich auch als Bingle Bangle Bungle bezeichnet. Hier erhält der Spieler Punkte bzw. eine Mark von dem Mitspieler, dessen Ball zuerst auf dem Grün und am nächsten am Loch liegt und der mit den wenigsten Schlägen einlocht.

Bisques-Zweier
Die Vorgabe des Vorgabe nehmenden Gegners wird nicht auf die Löcher verteilt, sondern er kann nach Abschluss jedes Lochs (vor dem Abschlagen der Gegner am nächsten Loch) frei wählen, ob er für das abgeschlossene Loch einen Bisque (Vorgabeabschlag) beansprucht (mehrere Bisques für ein Loch sind zulässig).

Vorgabe: Die Anzahl der Bisques beträgt 5/8 des Unterschieds der Spielvorgaben der Gegner (ab 0,5 aufgerundet) für die 18-Löcher-Runde. Bei Verlängerung nach Regel 2–4 bzw. Stechen nach Regel 33–6 kann von den Bisques für die Runde höchstens ein Bisque pro Loch beansprucht werden.

Bisques-Vierer
Sinngemäß wie Bisques-Zweier und Vierer gemäß Erklärung "Parteien im Lochspiel" sowie Regel 29–2. Vorgabe: Die Anzahl der Bisques beträgt 5/16 des Unterschieds der addierten Vorgaben der Gegner (ab 0,5 aufgerundet).

Chikago
Vierball-Zählspiel, bei dem das höhere Ergebnis an die erste Stelle und das niedrigere Ergebnis an die zweite Stelle gestellt wird, wenn das niedrigere Ergebnis nicht par oder besser ist. Im letzten Fall kommt das niedrigere Ergebnis an die erste Stelle.
Beispiel Par-5-Loch: Spieler A benötigt fünf Schläge und spielt ein Par. Der Partner von A benötigt acht Schläge. Das Ergebnis lautet 58. Bei einem Par-4-Loch würde das Ergebnis 85 lauten.
Die Resultate der einzelnen Löcher werden am Ende der Runde addiert. Gespielt wird um eine Einheit pro Punkt Differenz.

Dreiball "auf der Stange"
Wer an einem Loch ein alleiniges bestes Netto erzielt, ist "auf der Stange", erhält aber noch keinen Punkt. Nur derjenige, der bereits "auf der Stange" ist und ein (weiteres) alleiniges bestes Netto erzielt, erhält einen Punkt. Wer einen Punkt erhalten hat, bleibt "auf der Stange". Wer "auf der Stange" ist und das beste Ergebnis eines oder mehrerer nachfolgender Löcher teilt, bleibt gleichfalls "auf der Stange". Derjenige bzw. diejenigen, die dabei das beste Ergebnis mit ihm geteilt haben, sind nicht "auf der Stange". Wer "auf der Stange ist" und am nächsten Loch nicht das beste Netto spielt oder teilt, ist nicht mehr "auf der Stange". Es kann stets nur einer oder keiner "auf der Stange" sein. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Punkten.

Dreiball mit Punktwertung
An jedem Loch werden sechs Punkte verteilt: vier Punkte für das beste und zwei Punkte für das zweite Netto. Bei zwei gleichen besten Ergebnissen: beide je drei Punkte; bei zwei gleichen zweiten Ergebnissen: beide je einen Punkt; bei drei gleichen Ergebnissen: jeder zwei Punkte. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Punkten.

Dreier gemäß Erklärung "Parteien im Lochspiel" und Regel 29
Vorgabe: drei Viertel des Unterschieds zwischen Spielvorgabe des Einzelspielers und der halben Summe der Spielvorgaben des Spielerpaars auf die Löcher verteilt; Erreichung in Dezimalwerten, Dreiviertelergebnis ab 0,5 aufgerundet.

Garbage
Wird gelegentlich auch als "trash" oder "side bets" bezeichnet und steht für kleine Wetten/Vereinbarungen, die man für die Runde abschließt. Die Spielformen können z. B. Gross Birdies, Greenies, Sandies, Barkies etc. sein.

Gross Birdies
Der Spieler spielt ein Birdie, ohne seinen Vorgabeschlag zu nutzen.

Net Birdies
Der Spieler spielt mit Hilfe seines Vorgabeschlages ein Birdie.

Greenies
Wenn der Ball an einem Par 3 mit dem ersten Schlag am nächsten zur Fahne liegt oder an einem Par 5 mit dem dritten Schlag.

Sandies
Wenn der Ball in einem Grünbunker liegt und der Spieler trotzdem ein Par spielt.

Barkies
Der Spieler trifft einen Baum und macht dennoch sein Par.

Arnies/Arnold Palmer
Der Spieler verfehlt das Fairway, trifft nicht das Grün und spielt dennoch sein Par oder besser.

Hogans/Ben Hogan
Der Spieler trifft das Fairway, das Grün und spielt Par oder besser.

Gurglies
Der Spieler schlägt ins Wasserhindernis und spielt dennoch sein Par oder besser.

Offie
Der Spieler locht von außerhalb des Grüns seinen Ball ein.

Nassau
Je eine Einheit ist gesetzt auf die ersten neun Löcher, auf die zweiten neun Löcher und auf die 18 Löcher. In Großbritannien ist das Setzen von zwei Einheiten auf die 18 Löcher üblich.

Prager Variante
Es handelt sich um eine Art Poker, bei dem die Einsätze auf den einzelnen Löchern ausgespielt werden. Nachdem alle Bälle abgespielt sind, steht jedem Spieler das Recht zu, den Einsatz durch entsprechende Erklärung zu verdoppeln. Der Gegenspieler hat dann das Recht zu vervierfachen, worauf wiederum der Spieler befugt ist zu verachtfachen ("Kontra" und "Re").
Das Spiel kann auf höchstens den achtfachen Einsatz begrenzt oder – bei entsprechender Vereinbarung – auch mit unbegrenztem Verdopplungsrecht ausgetragen werden.

Scotch Foursome
Hier bilden vier Spieler ein Team. Sie spielen abwechselnd den gleichen Ball (sozusagen wie beim klassischen Vierer).

Six Six Six
Bei dieser Spielform werden vier Partner benötigt. Zwei Spieler bilden ein Team. Jeweils nach sechs Löchern wechseln jedoch die Partner und auch die Spielform. Auf den ersten sechs. Löchern wird ein Auswahldrive gespielt. Die folgenden sechs Löcher spielt jeder seinen eigenen Ball und das beste Ergebnis im Team wird gewertet. Auf den letzten sechs Löchern folgt dann noch mit neuem Partner ein Scramble. Six Six Six ermöglicht es den Spielern in einer Runde mit jeweils neuem Partner drei Spielformate zu spielen.

Sunningdale-Zweier
Vorgabe: Ein Gegner erhält jeweils am nächsten Loch einen Schlag Vorgabe, sofern bzw. so lange er nach dem vorausgehenden Loch "2 down" oder schlechter lag; im Übrigen keine Vorgaben. Soll bei Gleichstand am Schluss der festgesetzten Runde bis zur Entscheidung gespielt werden, so geschieht dies nach der Regel 2–4, wobei eine Vorgabe nicht mehr zur Wirkung kommt.

Syndikat (auch Groschenpott oder Skins Game)
Beliebig viele Spieler spielen gemeinsam, jeder seinen eigenen Ball, wobei jeder Spieler einen zulässigen Einsatz pro Loch aufzubringen hat. Ein alleiniger bester Ball pro Loch gewinnt den gesamten Einsatz des Lochs. Erzielt kein Spieler einen alleinigen besten Ball, so wird der nicht gewonnene Einsatz des Lochs dem Einsatz am nächsten Loch zugeschlagen und so fort, bis ein Spieler einen alleinigen besten Ball netto erzielt und die kumulierten Einsätze gewinnt. Erzielt der Spieler den alleinigen besten Ball mit einem Brutto-Birdie, so wird der Einsatz nur dieses Lochs verdoppelt.
Vorgabe: Dreiviertelrestvorgabe der Spieler, je für sich auf die Löcher verteilt.

Zweier mit Lochvorgabe beim Spielbeginn
Vorgabe: Das Spiel beginnt mit einem vereinbarten Spielstand, z. B. "2 auf" für den schwächeren Gegner, nach freier Vereinbarung; im Übrigen keine Vorgaben. Soll bei Gleichstand am Schluss der festgesetzten Runde bis zur Entscheidung gespielt werden, so geschieht dies nach Regel 2–4, ohne dass abermals eine Vorgabe vereinbart wird.

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